Fundiert · ehrlich · belastbar

Was möglich ist. Und was nicht.

Wir glauben an Ehrlichkeit vor Auftragsannahme. Hier finden Sie die technischen Grundlagen, Estrichanforderungen und Grenzen unseres Verfahrens – damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen, bevor wir den Fräskopf ansetzen.

01 — Estricharten

Welche Estriche wir fräsen können.

Nicht jeder Estrich ist geeignet. Vor Auftragsbeginn prüfen wir Zustand, Dicke und Beschaffenheit. So vermeiden wir Schäden und unrealistische Erwartungen.

Zementestrich CT

Der Klassiker im Bestand. Sehr gut fräsbar, stabil, hervorragende Wärmeleitung nach Verfüllung. Erste Wahl für unsere Methodik.

Eignung★★★★★
Mindestdickeca. 50 mm
Frästiefe16–22 mm

Anhydritestrich CA

Calciumsulfatfließestrich. Sehr gut planeben, etwas härteres Fräsverhalten. Sorgfältige Trocknung des Verfüllspachtels erforderlich.

Eignung★★★★☆
Mindestdickeca. 40 mm
Frästiefe16–20 mm

Gussasphaltestrich AS

Selten im Wohnbau, anspruchsvoll in der Bearbeitung. Möglich, aber mit reduzierter Frästiefe und besonderem Werkzeug.

Eignung★★★☆☆
Mindestdickeca. 55 mm
Frästiefe14–18 mm

Trockenestrich

Trockenestrichplatten sind nicht fräsbar. Hier braucht es eine andere Lösung – wir beraten Sie gern zu alternativen Verfahren.

Eignungnicht möglich
AlternativeAufbau-System
Estrichdicke prüfen lassen.

Bei unbekanntem Aufbau entnehmen wir vor Auftragsannahme kleine Prüfkerne, um Dicke und Beschaffenheit zu ermitteln. Das ist kostenfrei und schützt Sie vor unrealistischen Erwartungen.

02 — Aufbauhöhen

Null Millimeter zusätzliche Aufbauhöhe.

Das ist der entscheidende Vorteil des Fräsverfahrens. Der bestehende Estrich bleibt erhalten, die Heizrohre verschwinden im vorhandenen Boden. Sie verlieren keine Türhöhen, keine Schwellen, keine Übergänge.

Schematischer Bodenaufbau bei nachträglich eingefräster Fußbodenheizung: Oberbelag (z. B. Fliesen oder Parkett), Bestandsestrich mit eingefrästen Kanälen und Heizungsrohren (Vor- und Rücklauf), darunter Dämmschicht und Betondecke — ohne zusätzliche Aufbauhöhe
So verschwindet die Heizung im Bestand: Die Kanäle werden in den vorhandenen Estrich gefräst, die Rohre eingelegt und mit Wärmeleitspachtel vergossen — Vor- und Rücklauf bilden eine zusammenhängende Rohrschleife. Der Oberbelag liegt anschließend wieder auf gleicher Höhe: keine zusätzliche systembedingte Aufbauhöhe. Schematische Darstellung, nicht maßstabsgetreu; den tatsächlichen Aufbau ermitteln wir beim kostenfreien Aufmaß mit Prüfkernen.
Draufsicht: Der Heizkreis ist eine zusammenhängende Rohrschleife vom Verteiler durch den Raum und zurück RAUM (DRAUFSICHT) Vorlauf Rücklauf HEIZKREISVERTEILER
Eine zusammenhängende Rohrschleife: Was im Querschnitt wie einzelne Rohre aussieht, ist in der Draufsicht ein durchgehender Heizkreis — vom Verteiler durch den Raum und zurück. Verlegeabstand und Kreisanzahl legt die Heizlastauslegung fest.

Vergleich Aufbau-System

Klassische nachträgliche Fußbodenheizung mit Dämmung und neuem Estrich

Aufbauhöhe40 – 80 mm
Trockenzeit Estrich4 – 8 Wochen
Tür-Anpassungfast immer nötig

Bestandswärme-Verfahren fräsen

Heizrohre direkt in vorhandenen Estrich gefräst

Aufbauhöhe0 mm systembedingt
Begehbarkeit Vergussmaterialabhängig
Tür-Anpassungi. d. R. nicht nötig

Hinweise: „0 mm" bezeichnet die systembedingte Aufbauhöhe des eingefrästen Rohrsystems — erforderliche Ausgleichs-, Spachtel-, Entkopplungs- und Bodenbelagsarbeiten können die endgültige Fußbodenhöhe projektabhängig verändern. Begehbarkeit und Belegreife des Vergusses richten sich nach Material, Schichtdicke, Untergrund sowie Temperatur- und Feuchtebedingungen; konkrete Zeiten nennen wir projekt- und produktbezogen. Türanpassungen sind durch das Heizrohrsystem in der Regel nicht erforderlich; ein Wechsel des Bodenbelags kann sie im Einzelfall nötig machen.

03 — Heizkreise & Verlegung

Hydraulisch optimiert.

Jeder Heizkreisplan wird individuell auf Ihr Objekt ausgelegt und hydraulisch optimiert. Geplant von Bestandswärme, verlegt von ausgesuchten regionalen Fachbetrieben – die Details klären wir gemeinsam beim Aufmaß.

Verlegeabstand

Je nach Heizlast, Belag und Vorlauftemperatur wählen wir den passenden Abstand – oder legen ihn individuell für Ihren Raum aus.

Standard10 · 12,5 · 15 cm
Sonderfälleindividuell

Hydraulisch optimiert

Sie bekommen den Heizkreisplan digital. Er ist die Basis für den hydraulischen Abgleich, eine effiziente Wärmepumpe und eine entspannte Wartung – die konkreten Werte legen wir objektbezogen fest.

Auslegungobjektbezogen
Dokumentationdigital
04 — Grenzen des Systems

Wir sagen nie einfach Nein.

Aber jedes System hat Grenzen. Wo unser Fräsverfahren an seine stößt, bringt ein Vor-Ort-Termin trotzdem Lösungsvorschläge – auch dann, wenn wir damit den Bereich Bestandswärme verlassen und den Auftrag am Ende nicht erhalten. Ehrliche Beratung und ein zufriedener Kunde sind uns wichtiger. Und bei der Vermittlung des passenden Handwerks für Ihre Lösung sind wir Ihnen gern behilflich. Alle neun Ausschlusskriterien im Detail: Wann wir vom Fräsen abraten.

Estrich zu dünn

Liegt die Estrichdicke unter ca. 40 mm (CA) bzw. ca. 50 mm (CT), wird die Restdeckung zu gering. Dann schlagen wir ein Aufbau-System oder eine Alternative vor.

Estrich beschädigt

Risse, Hohlstellen oder mürber Estrich verlangen Vorarbeiten, die manchmal teurer werden als ein Neuaufbau. Wir entscheiden gemeinsam.

Falsche Wärmequelle

Eine alte 80°C-Gastherme ist keine ideale Partnerin. Wir empfehlen vorher den Wechsel auf Niedertemperatur oder Wärmepumpe – sonst lohnt sich die Investition nur teilweise.

Sehr kleine Räume

Unter 6 m² lohnt sich der Aufwand selten. Wir prüfen, ob ein Heizkörper-Tausch die wirtschaftlichere Lösung ist.

Klingt grundsätzlich passend? Lassen Sie uns prüfen.

Kostenfreies Aufmaß mit Prüfkernen vor Ort. Danach wissen wir, ob's geht – und wenn nicht, kennen wir meist trotzdem eine Lösung. Und Sie wissen es auch.