Häufige Fragen
Antworten, bevor Sie fragen müssen.
Wir sammeln die wichtigsten Fragen von Eigentümern aus dem Münsterland und beantworten sie hier offen. Wenn etwas fehlt – schreiben Sie uns, wir ergänzen es.
Grundlagen
Ist Fußbodenheizung im Altbau überhaupt möglich?
Ja, in den meisten Fällen. Wir fräsen die Heizrohre direkt in den vorhandenen Estrich. Voraussetzung ist eine ausreichende Estrichdicke (mind. 40–50 mm) und eine geeignete Estrichart – das prüfen wir vorab.
Was ist der Vorteil des Fräsens gegenüber einem neuen Aufbau?
Sie sparen Aufbauhöhe (0 statt 40–80 mm), Bauzeit (1 Tag statt Wochen) und meist auch Kosten. Türen, Schwellen und Übergänge bleiben unverändert.
Welche Bodenbeläge sind geeignet?
Alle gängigen Beläge: Fliesen (sehr gut), Vinyl, Designboden, Parkett (mit Wärmeleitkleber), Laminat (eingeschränkt). Wir beraten zu Wärmedurchgang und Eignung.
Welche Estriche können gefräst werden?
Zement-, Anhydrit- und Gussasphaltestrich. Trockenestrich nicht. Details auf der Technikseite.
Worin unterscheiden sich Basis, Komfort und Komplett?
Am vereinbarten Auftragsende. Basis endet mit verlegefertig gefrästen, gereinigten Kanälen — Rohrverlegung, Anschluss und Befüllung sind Ihr Part. Komfort endet mit der druckgeprüften, anschlussfertigen Heizfläche am Verteiler — den Anschluss übernimmt Ihr eigener Heizungsbauer. Komplett endet mit der laufenden, abgenommenen Anlage — inklusive Anschluss durch unseren regionalen SHK-Fachbetrieb und koordinierter Abwicklung aller Gewerke mit klar geregelten Gewährleistungsbereichen. Jede Position im Vergleich zeigt die Leistungsmatrix.
Bauablauf
Wie lange dauert das Fräsen?
Pro Etage typischerweise ein Arbeitstag — typisch bis zu 80 m² Fräsfläche, abhängig von Raumzuschnitt, Estrich, Verlegeabstand und Baustellenzugang. Rohrverlegung, Verguss und Druckprüfung kommen einen weiteren Tag dazu.
Kann ich während der Sanierung im Haus wohnen bleiben?
Häufig ja. Wir arbeiten staubarm mit direkt angeschlossener Filterabsaugung und etagenweise. Ob angrenzende Räume nutzbar bleiben, hängt von Grundriss, Abschottung und Art der Nebenarbeiten ab — das besprechen wir vor Beginn.
Ist das Verfahren staubarm?
Ja, wir arbeiten staubarm: Industriesauger mit leistungsfähiger Filterung sind direkt am Fräskopf angeschlossen. Vollständige Staubfreiheit lässt sich nicht zusichern — der bearbeitete Raum muss frei zugänglich sein, angrenzende Bereiche bleiben häufig nutzbar.
Wer entfernt den Bodenbelag?
Auf Wunsch wir, gegen Aufpreis. Sie können den Boden auch selbst entfernen oder durch einen Partner machen lassen – wir koordinieren das im Paket Komplett.
Wer schließt die Heizung an?
Der Anschluss erfolgt grundsätzlich durch ausgesuchte regionale SHK-Fachbetriebe — im Paket Komfort durch einen Betrieb Ihrer Wahl, im Paket Komplett durch unseren geprüften Partnerbetrieb. Wir bleiben in jedem Fall Ihr Ansprechpartner.
Kosten & Förderung
Was kostet eine nachträgliche Fußbodenheizung?
Je nach Paket und Aufbau zwischen 35 €/m² (Basis: nur Fräsen) und über 110 €/m² (Komplett mit Koordination). Eine konkrete Spanne ermitteln Sie im Online-Rechner.
Wann bekomme ich einen verbindlichen Preis?
Nach kostenfreiem Aufmaß vor Ort. Wir geben einen Festpreis mit detailliertem Leistungsumfang – keine versteckten Posten.
Welche Fördermittel gibt es?
Beim förderfähigen Heizungstausch sind Zuschüsse von grundsätzlich bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich — bis zu 80 % nur für bestimmte selbstnutzende Eigentümer in der niedrigsten Einkommensstufe. Förderhöhe und Förderfähigkeit hängen u. a. von Gebäude, Einkommen, Wärmeerzeuger und Antragszeitpunkt ab; der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Stand: August 2026 — keine Förderberatung, keine Förderzusage. Details auf unserer Seite Wärmepumpe im Altbau.
Lohnt sich die Investition?
Eine niedrigere Vorlauftemperatur kann die Effizienz einer Wärmepumpe verbessern. Die tatsächliche Ersparnis hängt unter anderem vom bisherigen Wärmeerzeuger, Gebäudezustand, Energiepreis und Nutzerverhalten ab und muss für jedes Gebäude individuell bewertet werden — genau das tun wir beim Aufmaß. Sicher ist der Komfortgewinn der Flächenheizung.
Technik
Wie tief wird gefräst?
Typisch 16–22 mm. Die verbleibende Estrichstärke unterhalb der Fräsnut wird vor der Ausführung anhand der vorhandenen Estrichdicke, der Frästiefe und des eingesetzten Rohrsystems geprüft. Mehr Details auf der Technikseite.
Welche Rohre werden verlegt?
Mehrschicht-Verbundrohre (PE-RT/Al/PE-RT) mit Sauerstoffsperre. Diffusionsdicht, dauertemperaturbeständig, korrosionsfrei. Die Verlegung übernehmen ausgesuchte regionale Fachbetriebe — exakt nach unserem Heizkreisplan.
Wird die Anlage geprüft und gespült?
Ja. Druckprüfung vor Verguss, danach Spülung und VDI-2035-konforme Befüllung. Sie erhalten alle Protokolle digital.
Was ist VDI 2035?
Die VDI 2035 ist eine Richtlinie zur Vermeidung von Steinbildung und wasserseitiger Korrosion in Heizungsanlagen. Befüllung und Wasseraufbereitung erfolgen nach VDI 2035 sowie entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Wärmeerzeuger- und Komponentenherstellers — diese werden vor der Befüllung geprüft und dokumentiert. Vertrags- und Garantiebedingungen der Hersteller können zusätzliche Anforderungen enthalten.
Wann raten Sie vom Fräsen ab?
Bei zu dünnem, losem oder geschädigtem Estrich, ungeeigneten Deckenkonstruktionen (z. B. Holzbalken ohne tragfähigen Estrich), unbekannten Leitungsverläufen, unrealistischen Zeit- oder Preisvorgaben oder ungeklärten Zuständigkeiten. Alle neun Ausschlusskriterien — offen begründet: Wann wir vom Fräsen abraten.
Wärmepumpe
Brauche ich eine Wärmepumpe?
Nein – aber Sie profitieren stärker. Eine Flächenheizung läuft mit niedriger Vorlauftemperatur, das ist die ideale Voraussetzung für Wärmepumpen-Effizienz. Auch mit Gas- oder Pelletkessel funktioniert die Heizung selbstverständlich.
Wann lohnt sich die Wärmepumpe?
Wenn die Vorlauftemperatur unter 45 °C bleiben kann. Mit unserer Flächenheizung legen wir typischerweise 30–35 °C aus – das ist Wärmepumpen-optimal.
Müssen alle Räume Fußbodenheizung haben?
Nicht zwingend. Sinnvoll ist es, möglichst alle bewohnten Räume zu erfassen. Wo das nicht möglich ist, ergänzen wir mit Heizkörpern (gegebenenfalls Niedertemperatur-Modellen).
Service & Pflege
Muss die Anlage gewartet werden?
Nach Inbetriebnahme empfehlen wir nach 12 Monaten eine Druck- und Wasserkontrolle. Danach reicht ein 3–5-Jahres-Intervall, sofern keine Auffälligkeiten auftreten.
Was, wenn Schlamm in der Anlage ist?
Wir bieten ein eigenständiges Paket Service mit Heizkreisreinigung, Spülung und VDI-2035-Befüllung an – auch ohne Neusanierung. Rechner
Gibt es eine digitale Projektakte?
Ja. Sie bekommen alle Dokumente in einer digitalen Akte – Rohrverlegeplan, Fotos, Protokolle, Materialübersicht, Wartungsempfehlung. Inklusive QR-Code für späteren Zugriff.
Antwort nicht gefunden? Wir melden uns persönlich.
Manche Fragen brauchen den Blick auf Ihr Haus. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an – Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags.